DiPA-KOM Forschungs-Recap 2025
Mit 2025 als dem Beginn des EFRE-Forschungsprojekts DiPA-KOM blickt das Projektteam auf ein konstruktives Jahr zurück, in dem es sowohl die theoretischen Grundsteine für eine erkenntnisreiche Forschung legen, als auch in ersten Datenerhebungen das praktische Feld eröffnen konnte.
In unserem interdisziplinären Ansatz, der die Informatik mit den Bereichen der Kindheits- und Medienpädagogik verbindet, möchten wir neue Wege erschließen, mit denen die Perspektiven der Kinder auf ihre individuellen (digitalen) Lebenswelten erschlossen werden können. Die daraus gewonnen Erkenntnisse sollen helfen, die Kinder in ihrem Übergang von der Kita auf die (Grund-)Schule besser zu begleiten und adäquat unterstützen zu können. Bildungstheoretisch betrachtet sollen im Zuge dessen die Bereiche der Demokratiebildung und Medienbildung konzeptuell gefördert und nachhaltig gestärkt werden.
In der ersten Forschungsphase stand zunächst die Lebenswelt der Kita im Fokus. Dank der engen Zusammenarbeit mit engagierten Trägerschaften und Einrichtungen im Raum Magdeburg hatten wir die Möglichkeit, mehrere Kitas zu besuchen und dort zu forschen. Neben durchgeführten Beobachtungen des Kita-Alltags und Interviews mit Leitungspersonal wurde in einer geplanten Erhebungsphase im Sommer 2025 in mehreren Kitas ein vom Projektteam entworfener "MINT-Parkour" mit den Kindern bespielt.
In den verschiedenen Experimentierstationen dieses MINT-Parkours, die wir in den Räumen der Kitas aufbauen konnten, erprobten und erforschten die Kinder auf spielerische Weise eine Vielzahl von analogen und digitalen Medien. Außerdem standen die Aspekte der Kinderrechte und Partizipation im Fokus und wurden im Rahmen von Demokratiebildung gemeinsam mit den Kindern thematisiert.
Die währenddessen geführten Gespräche mit und Beobachtungen von den Kindern in ihrem Tun und Forschen gaben uns aufschlussreiche Erkenntnisse für die weiteren Forschungsphasen.
Als Abschluss der Erhebungs- und Auswertungsphase wurden die ersten Ergebnisse vom Projekt-Team u.a. auf der Werkstatt-Tagung der Empirie AG der Kommission „Pädagogik der frühen Kindheit“ (DGfE) in der Alanus Hochschule Alfter präsentiert und diskutiert.
Mehrere Präsentationen unserer Zwischenergebnisse in den Arbeitsgruppen „Kita“ und „Übergang“ der Stadt Magdeburg begleiteten die Forschungstätigkeit und erlaubten einen produktiven Austausch mit Fachkräften, Leitungen und Verantwortlichen der Stadtverwaltung Magdeburg.
In einem vom Projekt veranstalteten Workshop wurden die Ergebnisse außerdem den Forschungs- und Praxispartnern und weiteren Interessierten in den Räumen der Universitätsbibliothek Magdeburg vorgestellt. Der Workshop addressierte in erster Linie die Kinder und bot diesen einen überarbeiteten und erweiterten MINT-Parkour mit mehreren Experimentierstationen inklusive Bibliotheksführung an. Ungefähr 120 Kinder aus fünf Kitas und 50 Erwachsene, darunter pädagogische Fachkräfte, Leitungen, Eltern, Wissenschaftler und Studierende, nahmen daran mit großer Freude und Neugierde teil.
In 2026 wird das Projekt die Forschungen auf die Lebenswelt der Schule, angefangen mit der Grundschule und dem Hort, ausdehnen. Anschließend werden ebenfalls die Lebenswelten der Kinder in ihrem Zuhause und bei ihren Familien fokussiert und thematisch mit den Erkenntnissen zu den anderen untersuchten Lebensbereichen Kita und Schule verbunden.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen engagierten Personen und Einrichtungen bedanken, mit denen wir uns im Verlauf des Jahres 2025 austauschen und zusammenarbeiten durften.